Unser Konzept zur Beruflichen Orientierung

Die Vorbereitung auf das Berufsleben ist gesetzlicher Auftrag der allgemeinbildenden Schulen

Der Übergang von der allgemeinbildenden in die Berufsausbildung stellt an junge Menschen eine besondere Herausforderung, nicht zuletzt, weil dieses Ereignis ein einschneidendes Erlebnis in ihrem Leben darstellt.

Die Berufsorientierung ist ein wichtiges Aufgabenfeld zeitgemäßer Schule und muss somit als gemeinsame Aufgabe aller an der Bildung und Erziehung Beteiligter angesehen werden. Alle Schülerinnen und Schüler sollen entsprechend ihrer individuellen Fähigkeiten optimal auf ihren Einstieg in das Berufsleben vorbereitet werden. Dies erfordert unterschiedliche Sozialformen, Lehr-Lern-Arrangements und ein ganzheitliches Verständnis von Lehren und Lernen bei dem verschiedene Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler gefördert werden, damit sie sowohl fachlich als auch persönlich-individuell auf die Herausforderungen der Berufswelt vorbereitet werden.

Grundlagen unserer Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern sind:

  • das Schulgesetz des Landes Mecklenburg-Vorpommern

  • das Berufsorientierungskonzept des Landes Mecklenburg-Vorpommern „Alle werden gebraucht!“

  • die Richtlinien zur Berufsorientierung an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen des Landes Mecklenburg-Vorpommern

  • das Schulprogramm unserer Schule

  • die Konzeption zur beruflichen Orientierung an unserer Schule

Das Schulgesetz des Landes Mecklenburg-Vorpommern

Im Schulgesetz des Landes Mecklenburg-Vorpommern ist verankert:

Teil 1 – Recht auf schulische Bildung und Auftrag der Schule

§ 2 Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule

Absatz 2: „Ziel der schulischen Bildung und Erziehung ist die Entwicklung zur mündigen, vielseitig entwickelten Persönlichkeit, die im Geiste der Geschlechtergerechtigkeit und Toleranz bereit ist, Verantwortung für die Gemeinschaft mit anderen Menschen und Völkern sowie gegenüber künftigen Generationen zu tragen.“

§ 4 Grundsätze für die Verwirklichung des Auftrags an Schulen

Absatz 3: „Allgemeine und berufliche Ziele sind gleichrangig. Dabei ist auf die Beseitigung bestehender Nachteile sowie auf die Überwindung des geschlechtsspezifischen Ausbildungs- und Arbeitsmarktes hinzuwirken. […] Die Schule schafft die Voraussetzungen für eine der Eignung und Leistung der Schülerinnen und Schüler entsprechende Berufsausbildung und Berufsausübung. Die Zusammenarbeit zwischen Schule und Arbeits- und Berufswelt wird durch Praktika und gezielte berufsorientierende Maßnahmen sowie den Gegenstandsbereich Arbeit – Wirtschaft – Technik gefördert.“

Absatz 4: „Das Land, die kommunalen Gebietskörperschaften und die freien Träger wirken bei der Erfüllung des Bildungs- und Erziehungsauftrags der Schule mit Lehrerinnen und Lehrern, Schülerinnen und Schülern, Erziehungsberechtigten und den für die außerschulische Berufsausbildung Verantwortlichen nach Maßgabe dieses Gesetzes zusammen.“

Teil 3 – Aufbau der Schule

§ 15 Orientierungsstufe

Absatz 2: „Die Arbeit in der Orientierungsstufe […] führt schrittweise zunehmend in fachbezogenes Lernen ein und hilf den Schülerinnen und Schülern, Erfahrungen und Erkenntnisse über ihre individuellen und gemeinsamen Interessen und Fähigkeiten zu gewinnen.“

§ 16 Die Regionale Schule

Absatz 2: „Die Regionale Schule gewährleistet eine gefestigte Grundlagenbildung und sichert, im Sinne einer Anschlussperspektive für den erfolgreichen Übergang in das Berufsleben, mit anwendungsbezogenen Inhalten und Methoden eine Orientierung für die berufliche Bildung und die persönliche Lebensgestaltung.“

Absatz 3: „An Regionalen Schulen und Gesamtschulen können im Rahmen der flexiblen Schulausgangsphase besondere schulische Angebote bestehen, die Schülerinnen und Schüler unter Beachtung ihrer individuellen Bildungsentwicklung bei der Erlangung des Schulabschlusses unterstützen.“

Absatz 4: „Der Abschluss der Berufsreife berechtigt zum Übergang in bestimmte berufsqualifizierende Bildungsgänge des Sekundarbereichs II.“

§ 40 Öffnung der Schule

Absatz 1: „Die Schulen öffnen sich gegenüber ihrem gesellschaftlichen Umfeld. Dazu arbeiten sie zum Beispiel mit anderen Schulen, mit außerschulischen Einrichtungen des öffentlichen und des privaten Rechts und Personen zusammen, deren Tätigkeiten die Umsetzung des Bildungs- und Erziehungsauftrages befördern.“

Absatz 2: „Geeignete Formen der Zusammenarbeit nach Absatz 1 können in den Unterricht einbezogen werden.“

Richtlinien zur Berufsorientierung an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen

Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-Vorpommern vom 29. Januar 2025

Die Kultusministerkonferenz der Länder führte im Dezember 2017 den Begriff „Berufliche Orientierung“ ein. Hierunter sind sowohl die Berufs- als auch die Studienorientierung subsummiert.

Begriffsbestimmung

„Die Berufliche Orientierung hat das Ziel, alle Schülerinnen und Schüler bei der Entwicklung einer individuellen Berufswahlkompetenz zu unterstützen, so dass diese auf der Basis:

–        einer fundierten klischeefreien Selbsteinschätzung über ihre eigenen Interessen, Neigungen und Fähigkeiten,

–        konkreter individueller Arbeits- und Berufswelterfahrungen,

–        erworbener Kenntnisse über den Ausbildungsstellenmarkt, die Bildungswege und die entsprechenden Anforderungsprofile sowie

–        ihre Bildungs-, Einkommens- und Karrierechancen eine begründete Berufs- oder Studienwahl treffen können.“

„Berufliche Orientierung soll:

–        auf der Grundlage der jeweiligen Lernvoraussetzungen praxisnah und anschaulich erfolgen,

–        aufeinander aufbauende Erfahrungen ermöglichen und

–        das geschlechtsspezifische Berufswahlverhalten bewusst hinterfragen, frei von Rollenstereotypen.“

Die Berufliche Orientierung knüpft an die persönlichen Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler an. Sie erfolgt fächerübergreifend und fächerverbindend, wobei das Fach Arbeit – Wirtschaft – Technik (AWT) an der Regionalen Schule eine Leitfunktion einnimmt.

Mit der seit Januar 2025 in Kraft getretenen Verwaltungsvorschrift zur Beruflichen Orientierung an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen des Landes Mecklenburg-Vorpommern, des Ministeriums für Bildung und Kindertagesförderung M-V (vom 19.01.2025) werden verbindliche Mindestanforderungen an BO-Konzepte formuliert. Ergänzt wird diese Verwaltungsvorschrift um das Landeskonzept „Alle werden gebraucht!“ mit Stand Juli 2025, das zudem Konkretisierungen in der Ausgestaltung der Beruflichen Orientierung anführt. Hier heißt es:

Ein Konzept beinhaltet:

1.     Zielsetzungen, Inhalte, zeitliche Abfolge und Bezug zu Unterrichtsinhalten der berufsorientierenden Maßnahmen und Lernangebote, insbesondere zur fachübergreifenden und fächerverbindenden Ausgestaltung,

2.     eine Benennung der verantwortlichen Personen,

3.     die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern,

4.     die Zusammenarbeit mit dem Berufsinformationszentrum der Bundesagentur für Arbeit und dem JugendService des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte,

5.     Fortbildungen zur Beruflichen Orientierung und

6.     die bedarfsgerechte Auswertung und Weiterentwicklung der schulischen Maßnahmen (interne Evaluation gemäß der Verordnung zur Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung an Selbstständigen Schulen in der jeweils geltenden Fassung) sowie des schuleigenen Konzeptes zur Beruflichen Orientierung.

Ebenfalls vorgegeben werden die Phasen der Beruflichen Orientierung (BO) und deren Zuordnung zu den Klassenstufen:

–        Einstimmen (ab Jahrgangsstufe 5)

–        Erkunden (ab Jahrgangsstufe 7)

–        Entscheiden (ab Jahrgangsstufe 8)

–        Erreichen (ab Jahrgangsstufe 9)

„Das übergeordnete Ziel der Beruflichen Orientierung [an Regionalen Schulen] ist die „Vorbereitung auf betriebliche [und] schulische […] Bewerbungs- und Auswahlverfahren sowie den Ausbildungs- […]anfang.“

Jede Schule benennt eine zuständige Lehrkraft und eine Stellvertretung für die Koordination der schulischen Maßnahmen im Rahmen der Beruflichen Orientierung. Diese Lehrkräfte arbeiten mit den Fachkolleginnen und -kollegen zusammen. Zu ihren Aufgaben gehören die Planung, Durchführung und Evaluation verschiedener Maßnahmen:

1.     Die Erarbeitung und Fortschreibung eines schulischen Konzepts zur Beruflichen Orientierung zusammen mit der Schulleitung und in Abstimmung mit zuständigen Berufsberaterinnen und Berufsberatern der Bundesagentur für Arbeit bzw. des Berufsinformationszentrums der Bundesagentur für Arbeit (BiZ),

2.     Die Beratung der Schulleitung und der Lehrkräfte bezüglich der Einführung von Potenzialanalyseverfahren und Portfolioinstrumenten,

3.     Die Organisation der Schülerbetriebspraktika und des Praxislernens,

4.     Die Organisation der Berufs- und Studienberatung,

5.     Die Bedarfsermittlung für zusätzliche schulische und außerschulische berufs- und studienorientierende Angebote mit dem JugendService MSE oder anderen berufsorientierenden außerschulischen Angeboten sowie

6.    Die Zusammenarbeit mit und Betreuung von außerschulischen Partnern.

Es wird eine Arbeitsgruppe mit verschiedenen an der BO beteiligten Akteuren, unter Leitung der Lehrkraft für Berufliche Orientierung an jeder Schule, einberufen, deren Ergebnisse der Schulleitung dargelegt werden sollen.

Die Arbeit mit einem Portfolioinstrument (an unserer Schule: BERUFSWAHLPASS) ist ab der Jahrgangsstufe 7 an nichtgymnasialen Bildungsgängen verpflichtend und wird in allen Fächern unter Leitung des Faches Arbeit – Wirtschaft – Technik (AWT) verwendet. Die Erziehungsberechtigten sind entsprechend zu informieren.

Ab der 8. Jahrgangsstufe sind mindestens zwei obligatorische Schülerbetriebspraktika mit einer Dauer von insgesamt 25 Arbeitstagen, verteilt auf mindestens zwei Jahrgangsstufen, vorgeschrieben. Die Ausgestaltung ist flexibel geregelt. Eine angemessene Vor- und Nachbereitung ist sicherzustellen.

Es wird empfohlen, mit den Schülerinnen und Schülern der Vorabgangsklassen ein Bewerbungstraining durchzuführen. Hierbei ist es empfehlenswert, externe Partner einzubinden, um zusätzliche Impulse zu geben und Expertise zu ermöglichen. Die Schülerinnen und Schüler sollen durch das gemeinsame Erstellen von Bewerbungsunterlagen und simulierten Bewerbungsgesprächen in die Lage versetzt werden, sich mit Beginn der 9. Klasse erfolgreich auf die Suche nach Ausbildungsplätzen zu machen.

Die Einbeziehung der Erziehungsberechtigten ist kontinuierlich über das jeweilige Schuljahr sicherzustellen. Hierbei sollen alle an der BO beteiligten Kolleginnen und Kollegen involviert werden. Dazu gehört über das Konzept der BO an der Schule und deren Umsetzung sowie einzelne Maßnahmen zu informieren. Entwicklungsgespräche über den individuellen Stand der Schülerinnen und Schüler sind zu führen.

Eine engmaschige und aktive Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit als Kooperationspartner der Schulen im Rahmen von BO ist sicherzustellen. Hierzu werden individuelle Beratungsgespräche vom jeweiligen Berufsberater bzw. Berufsberaterin mit den Schülerinnen und Schülern der Vorabgangs- und ggf. Abgangsklassen geführt. Zusätzlich ist die Zusammenarbeit mit den JBO und Arbeitsbündnissen Jugend und Beruf möglich. Sie beteiligen sich auf Wunsch an örtlichen Initiativen und Austauschformaten. Ebenso ist die Einbeziehung weiterer außerschulischer Kooperationspartner in die BO möglich.

Berufsorientierung an unserer Schule

Das Schulprogramm der Regionalen Schule Mitte „Fritz Reuter“ Neubrandenburg

Die Vorbereitung der uns anvertrauen Schülerinnen und Schüler auf ihr späteres Berufsleben ist uns ein wichtiges Anliegen. Im Rahmen des Vierschritts von „Einstimmung, Erkunden, Entscheiden und Erreichen“ begleiten wir die Schülerinnen und Schüler und versuchen ihre natürliche Neugier zu fördern. Wir unterstützen dabei, ihre Stärken zu erkennen und sie für sich sinnvoll einzusetzen. Kernziel ist das selbsttätige und selbstorganisierte Beschaffen von Informationen für die individuelle Berufswahl. Zusammen mit unseren außerschulischen Partnern sowie den Erziehungsberechtigten versuchen wir Erlebnisse und Erkenntnisse zu verschaffen, die diesen Prozess flankieren und zu Ergebnissen führen. Wir verstehen uns als Lernberaterinnen und Lernberater, die die Lernenden sensibilisieren, Angebote schaffen und die Schülerinnen und Schüler motivieren, sich mit BO auseinanderzusetzen. Unser Kernziel ist dabei, einen vernünftigen Übergang an der Schwelle von Schule und Beruf nach dem Abschluss der Beruflichen Reife bzw. der Mittleren Reife sicherzustellen und vor allem eine realistische Selbsteinschätzung im Blick auf die passende Berufswahl auszubilden.

Im Einklang mit unserem Schulprogramm wird folgendes definiert:

„Die Regionale Schule Mitte „Fritz Reuter“ sieht die Erfüllung des Bildungsauftrags nicht nur in der Vermittlung einer umfassenden Allgemeinbildung, sondern auch in einer angemessenen Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf die zu erwartenden Anforderungen der Berufs- und Arbeitswelt.“

Ferner wird folgendes festgelegt:

–        Eine informatische Grundbildung,

–        Fachübergreifendes Heranführen an kreative und praxisorientierte Lern- und Arbeitsmethoden durch Methodenstunden am Anfang des Schuljahres

–        Vielfältige Möglichkeiten der praxisverbundenen Vorbereitung auf ihren späteren Beruf

–        Einblicke in eine moderne Arbeitswelt im Rahmen von Schülerbetriebspraktika

–        Sammeln von Erfahrungen durch regelmäßigen Berufsalltag beim Produktiven Lernen für die dort Lernenden

–        Förderung der Fächer Mathematik, Deutsch und Englisch

–        Interessenorientierung bei der Wahl der Wahlpflichtkurse

–        Bildungs- und Erziehungsarbeit orientieren sich an den Forderungen der modernen Wirtschafts- und Arbeitswelt

–        Kooperation mit Bildungs- und Wirtschaftseinrichtungen

Berufsorientierung beinhaltet somit alle Angebote, Aktivitäten und Maßnahmen einer Schule und ihrer Partner, die Beiträge leisten …

… zur individuellen Orientierung des Schülers (mit Inhalten wie Interessen und Stärken, Lebensentwürfen, Schlüsselkompetenzen).

… zur Berufswahlorientierung (mit Inhalten wie Berufsbildern, Berufsbiographien, Bewerbungen).

… zum gesellschaftlichen Orientierungswissen (durch eine gesellschafts- und arbeitsweltbezogene Allgemeinbildung).

Leitziele der Beruflichen Orientierung (BO)

Ausgehend von den gesetzlichen Vorgaben und unserem Schulprogramm ergeben sich somit folgende Hauptziele in unserer Arbeit. Diese gelten natürlich für alle an der Bildungs- und Erziehungsarbeit Beteiligten an unserer Schule, einschließlich Schulsozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern und der unterstützenden pädagogischen Fachkraft (upF) sowie an unserer Schule tätigen Alltagshilfe:

–        Die Erziehung mündiger und vielseitig interessierter, verantwortungsbewusster und toleranter Persönlichkeiten (tolerant dem anderen Geschlecht, sexueller Ausrichtungen und anderen Völkern sowie Religionen gegenüber)

–        Die weitreichende Sensibilisierung und Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf die Anforderungen der Berufs- und Arbeitswelt

–        Die Vermittlung einer umfassenden Allgemeinbildung

Somit ergibt sich folgendes Leitziel:

„Wir sind eine lebensnahe und offene Schule, die die Schülerinnen und Schüler unter Berücksichtigung ihrer individuellen Lernvoraussetzungen sozial kompetent, lebenspraktisch und leistungsorientiert auf ihre berufliche Zukunft vorbereitet.“

Das bedeutet, jede Schülerin/ jeden Schüler umfassend und rechtzeitig mit den Anforderungen des Berufsalltags vertraut zu machen, um ihn auf den Übergang an der Schwelle zwischen Schule und Beruf bestmöglich vorzubereiten.

Fächerübergreifendes und fächerverbindendes Arbeiten

Das Kollegium der Regionalen Schule Mitte „Fritz Reuter“ arbeitet auf Klassenstufenebene und Fachkonferenzen zusammen, wobei alle Kolleginnen jeweils einer Fachschaft zugeordnet sind. Die Schulleitung erstellt immer zu Beginn des Schuljahres einen Terminplan aus dem die verpflichtenden Termine für Konferenzen hervorgehen.

Jede Fachkonferenz hat eine Vorsitzende/ einen Vorsitzenden, die/ der für die Koordination während des Schuljahres verantwortlich ist. Dazu gehört die Leitung von Fachkonferenz-Sitzungen, das Schreiben von Protokollen über selbige, die Kommunikation mit den anderen Fachkonferenzen sowie die Rückmeldung gegenüber der Schulleitung.

Innerhalb dieser Fachkonferenzen werden neben organisatorischen Fragen auch pädagogisch-didaktische Fragen thematisiert. Ein erklärtes Ziel ist es, dass innerhalb der Fachkonferenzen ein regelmäßiger interdisziplinärer Austausch zwischen Kolleginnen und Kollegen verschiedener Fächer hinsichtlich Themenüberschneidungen, angewandten und geplanten Sozialformen und Lernformen stattfindet. Innerhalb der Fachkonferenzen können aufgezeigte Dopplungen und Überschneidungen dann aufgegriffen und im Sinne der Schülerinnen und Schüler aufgelöst bzw. behoben werden.

Im Hinblick auf die Planung, Durchführung und Evaluation von Maßnahmen zur Beruflichen Orientierung (BO) haben sich über die Jahre klare Handlungsabläufe etabliert. Die verantwortlichen Lehrkräfte für BO teilen Verantwortlichkeiten im Zusammenhang mit der BO untereinander zu Beginn eines Schuljahres gemäß ihres Einsatzes in den Klassen der jeweiligen Jahrgangsstufen ein. Darüber wird ein schriftliches Protokoll angefertigt, welches zur Erstellung einer BO-Maßnahmen-Übersicht dient.

Die BO-Lehrerinnen und -lehrer stehen in regelmäßigem Kontakt zu unseren außerschulischen Partnern und vereinbaren Termine für Unterrichtsprojekte in der Schule sowie außerhalb. Die Terminvorschläge werden mit dem stellvertretenden Schulleiter abgesprochen, der den Vertretungsplan schreibt. Ggf. müssen Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer und Fachlehrerinnen und Fachlehrer umgeplant werden, räumliche Voraussetzungen geschaffen sowie technisches Equipment bereitgehalten werden und spätestens einen Tag vor der Maßnahme müssen die Schülerinnen und Schüler über Raumänderungen etc. informiert werden.

Der jeweilige BO-Lehrer informiert nach dem stellv. Schulleiter ebenfalls die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer der betroffenen Klassen. Diese sind anschließend dafür zuständig, die betroffenen Fachkolleginnen und -kollegen zu informieren und zu prüfen, ob an dem Termin Kurzkontrollen oder Klassenarbeiten geschrieben werden sollen.

Aufgrund der multimedialen Arbeitsweise an der Schule fließen Informationen zügig und zuverlässig über E-Mail auf dem schulinternen Server sowie über das Internet an Kolleginnen und Kollegen zu Hause. Alle Kolleginnen und Kollegen sind verpflichtet, ihre Nachrichten regelmäßig abzurufen und zu bearbeiten. Es kann auch eine schulinterne Kommunikation über itslearning geführt werden, die den E-Mailverkehr bezüglich kurzer, individueller Absprachen zwischen Lehrerinnen und Lehrern reduziert, um eine schnellere Kommunikation innerhalb des Kollegiums zu ermöglichen.

Am Tag einer BO-Maßnahme übernimmt der BO-Lehrer / die BO-Lehrerin in der Regel die Begrüßung externer Gäste und führt diese zum vorgesehenen Raum bzw. zur betroffenen Klasse. Sie/ Er sorgt dafür, dass bereitgestellte Technik funktioniert und macht den Gästen mit eventuellen Lehrerkolleginnen und -kollegen bekannt, die im Weiteren die Aufsicht während der BO-Maßnahme übernehmen. Im Laufe eines Unterrichtstages schauen sowohl der BO-Lehrer / die BO-Lehrerin als auch die Klassenleiterin/ der Klassenleiter der betroffenen Klassen vorbei, um sicherzustellen, dass alles zufriedenstellend funktioniert. Bei Fragen stehen diese Personen dem Gast bzw. den Gästen unterstützend zur Seite.

Unser pädagogisch-didaktischer Instrumentenkoffer

Durchführung und Evaluation von Arbeitsaufträgen in verschiedenen Unterrichtsfächern

Die Schülerinnen und Schüler werden basierend auf ihren altersbedingten Möglichkeiten in die Planung von Inhalten einbezogen. Nach Erläuterungen zu den Arbeitsaufträgen arbeiten sie im Rahmen verschiedener Sozialformen und kooperativer Lernformen möglichst selbstgesteuert sowie eigenständig und erstellen verschiedene Handlungsprodukte, die theoretischer sowie praktischer Natur sein können. Die Lehrerinnen und Lehrer fungieren als Lernberaterinnen/ Lernberater und begleiten den Lernprozess. Evaluation ist das zentrale Element zur Verschaffung von Erkenntnissen im Hinblick auf die eigene Persönlichkeit sowie das fachliche und soziointeraktive Fortkommen im Rahmen der Lerngruppe. Im Rahmen dieses kontinuierlichen Prozesses, der möglichst in allen Unterrichtsfächern angewandt werden soll, lernen die Schülerinnen und Schüler eigene Stärken und Entwicklungspotenziale zu erkennen und werden darin bestärkt, diese auszubauen.

Stärkung der Medienkompetenz

Im Zeitalter des modernen und digitalen Lehrens und Lernens binden wir moderne Technik, z. B. iPads, PCs, Smartboards, 3D-Drucker in unseren Schulalltag ein. Die Schülerinnen und Schüler verwenden im Rahmen ihres Fachunterrichts in verschiedenen Fächern, z. B. AWT, Deutsch, Englisch, Geografie, Informatik und Medienbildung etc., die oben genannten Geräte, um aktuelle Informationen und Fakten aus dem Internet zu beschaffen, diese zu veranschaulichen und im Rahmen des Unterrichts sowie von Projekttagen, Elternabenden etc. zu publizieren. Moderne Medien werden regelmäßig genutzt, um damit gestellte Probleme besser zu lösen und diese aus verschiedenen Blickrichtungen in Augenschein zu nehmen. Somit erhalten auch Smartphones die Möglichkeit des Einzugs in den Unterrichtsalltag, wobei die Nutzung und der Zeitraum von den Fachlehrerinnen und Fachlehrern zu bestimmen ist. Zu übrigen Unterrichtszeiten sind Smartphones gemäß der Hausordnung in den Schulrucksäcken der Schülerinnen und Schüler zu verstauen.

Zudem lernen die Schülerinnen und Schüler die Verlässlichkeit und den Informationsgehalt von Quellen einzuschätzen und entwickeln Kompetenzen im Hinblick auf den Umgang mit modernen Medien. Diese Fähigkeiten gelten in der heutigen Arbeitswelt als unabdingbar. Ein gezielter Methodentag zur Verbesserung der Medienkompetenz findet in allen Jahrgangsstufen jährlich statt. Darüber hinaus wird der ARD-Jugendmedientag genutzt, um die Kompetenz zum kritischen Hinterfragen von Quellen zu verbessern und Fake News besser zu erkennen.

Systematisches Fördern personaler Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler lernen Ehrlichkeit, Fleiß, Motivation, Pünktlichkeit, Respekt, Verlässlichkeit, Teamfähigkeit, Toleranz, Verantwortungsbewusstsein, Zuverlässigkeit und einige andere mehr als Selbstverständlichkeit kennen. Sie beobachten, dass ihre Lehrerinnen und Lehrer und andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schule diese täglich nach bestem Wissen und Gewissen vorlegen und bestrebt sind, ein gutes Beispiel abzugeben. Fehlverhalten wir im Rahmen persönlicher Gespräche und in vernünftiger Art und Weise angesprochen und analysiert. Ziel ist es, dass alle Schülerinnen und Schüler Grundtugenden in ihr persönliches Verhaltensrepertoire aufnehmen. Diese Verhaltensweisen sind im Berufsleben elementar.

Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern, den Eltern und Kooperationen

Die an der Berufsorientierung Beteiligten

Koordinator für Berufliche Orientierung Florian Grund
Stellv. Koordinatorin für Berufliche Orientierung Elke Brose
AWT-Lehrerinnen und -lehrer / Lehrkräfte für Berufliche Orientierung Elke Brose, Florian Grund, Sören Hohn
Schulleitung Bianka Dornig, Jan Schadowski, Florian Grund
Schulsozialarbeit Enrico Asmus
Weitere Klassenlehrerinnen und -lehrer 5 bis 10,
Fachlehrerinnen und Fachlehrer,
Lehrerinnen und Lehrer der praxisorientierten Berufsreife,
unterstützende pädagogische Fachkräfte,
Alltagshelferinnen und Alltagshelfer,
Eltern und Erziehungsberechtigte,
externe Partnerinnen und Partner

Kooperationen mit außerschulischen Partnern

GLOBUS Handelshof St. Wendel GmbH & Co. KG, Markthalle Neubrandenburg
Mirabellenstraße 2, 17033 Neubrandenburg

Diakonie Klinikum Dietrich Bonhoeffer GmbH
Salvador-Allende-Straße 30, 17036 Neubrandenburg

IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern
Katharinenstraße 48, 17033 Neubrandenburg

Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern
Friedrich-Engels-Ring 11, 17033 Neubrandenburg

Polizei Mecklenburg-Vorpommern
Beguinenstraße 2, 17033 Neubrandenburg

Webasto Thermo & Comfort SE, Niederlassung Neubrandenburg
Werner-Baier-Straße 1, 17033 Neubrandenburg

Weber Food Technology GmbH, Niederlassung Neubrandenburg
Feldmark 11, 17034 Neubrandenburg

Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg
Friedrich-Engels-Ring 53, 17033 Neubrandenburg

Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
Platanenstraße 43, 17033 Neubrandenburg

Sparkasse Neubrandenburg-Demmin
Platanenstraße 11, 17033 Neubrandenburg

Bundesagentur für Arbeit
Ponyweg 37-43, 17034 Neubrandenburg

Regionales Berufliches Bildungszentrum Neubrandenburg Gesundheit – Sozial- und Sonderpädagogik – Technik GeSoTec
Sponholzer Straße 18, 17034 Neubrandenburg

Regionales Berufliches Bildungszentrum Wirtschaft und Verwaltung
Rasgrader Straße 22, 17034 Neubrandenburg

Zusammenarbeit mit den Eltern

Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass die Elternschaft über Maßnahmen sowie Projekte der Beruflichen Orientierung an unserer Schule stets unterrichtet ist, damit Impulse aus dem Unterricht und Veranstaltungen an der Schule im Elternhaus aufgegriffen werden und für die individuelle Entscheidungsfindung des weiteren Werdegangs genutzt werden.

An unserer Schule werden daher mindestens einmal jährlich Elternversammlungen und Elternsprechtage durchgeführt, auf denen das Thema Berufliche Orientierung mit Unterstützung unserer Berufsberaterin von der fünften Jahrgangsstufe an eine wichtige Rolle einnimmt und kontinuierlich aufbauend bis zur Schwelle zwischen Schule und Beruf besprochen wird. Zusätzlich sind Inhalte der Beruflichen Orientierung in den AV-/SV-Gesprächen zu thematisieren.

Online sind Informationen zu jeder Zeit über unsere Internetpräsenz sowie in einem Kurs auf itslearning abrufbar. Die Inhalte werden von den verantwortlichen BO-Lehrern koordiniert und durch diese in den itslearning-Kurs eingestellt. Die Aktualisierung der Inhalte unserer Internetpräsenz erfolgt nach Abstimmung zwischen der/ dem Beteiligten für die Webseiten-Betreuung und den BO-Lehrkräften.

Zudem sind wichtige Termine transparent für Eltern und Schülerinnen und Schülern auf der Webseite bekanntzugeben.

Eine aktive Beteiligung der Elternhäuser am Prozess der Beruflichen Orientierung stellt eine besondere Herausforderung dar. Dies zeigt sich zum Beispiel an einer geringen Beteiligung an Elternversammlungen oder der Wahrnehmung von Gesprächen während der angebotenen Elternsprechtage sowie fehlender elterlicher Unterstützung bei der Praktikums- und Ausbildungsplatzsuche. Dennoch sind die BO-Verantwortlichen unserer Schule bestrebt, die Eltern und Erziehungsberechtigten in den BO-Prozess einzubeziehen.

Bereits in Klasse 5 und 6 führen die Schülerinnen und Schüler Experteninterviews zu Berufsbildern mit ihren Eltern und Verwandten oder Vertreterinnen und Vertretern im Freundeskreis, um sie anschließend ihren Mitschülerinnen und Mitschülern zu präsentieren. Wenn möglich, werden Eltern in die jeweilige Klasse eingeladen, um persönlich von ihren Berufen und Erfahrungen zu berichten.

Während in der Vergangenheit hauptsächlich die AWT-Lehrerinnen und -lehrer bei der Suche unterstützen, beziehen wir heute alle Beteiligten (Eltern, Klassenleiterinnen und Klassenlehrer, Berufsberaterinnen und -berater, Schulsozialarbeiterinnen und -arbeiter, Integrationshelferinnen und -helfer, Alltagshelferinnen -helfer etc.), insbesondere bei Schwierigkeiten, mit ein.

Des Weiteren findet regelmäßig eine allgemeine Befragung zum Schulleben aller Schülerinnen und Schüler statt, bei der die Schülerschaft befragt wird, wie gut unsere Schule sie nach ihrer Einschätzung auf das kommende Berufsleben vorbereitet. Diese Befragung bildet die Grundlage für die Qualitätssicherung im Prozess der Beruflichen Orientierung.

Es ist unser Ziel, durch eine optimale Zusammenarbeit aller Beteiligten, Schule, Schülerinnen und Schüler, Eltern und Kooperationspartnerinnen und -partner, einen optimalen Übergang an der Schwelle von Schule zum Berufsleben sicherzustellen.

Weiterbildung

Alle Lehrerinnen und Lehrer sind verpflichtet, pro Schuljahr mindestens zwei Fortbildungen zu besuchen. Im Hinblick auf die Fachschaft AWT und die Inhalte der Beruflichen Orientierung informiert der fortgebildete Fachkollege seine übrigen Kolleginnen und Kollegen im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Fachkonferenzen. Aufgrund der Vielzahl an Fortbildungsangeboten und Treffen mit außerschulischen Partnern verteilen wir die Termine untereinander gerecht, sodass keine einseitige Belastung einer Kollegin/ eines Kollegen stattfindet.

Bei Aspekten, die neben der Fachkonferenz auch andere Fachkonferenzen oder die Schulleitung betreffen, werden die entsprechenden Inhalte auf der Fachkonferenz des entsprechenden Faches auf die Tagesordnung gesetzt. Mit der Schulleitung finden regelmäßig Gespräche über den Stand der Beruflichen Orientierung an unserer Schule statt. Im Rahmen dieser Konferenzen werden auch Neuigkeiten von Seminaren und Fortbildungen ausgetauscht und besprochen.

Evaluation

Ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit sind Schülerinnen-/Schülerbefragungen, z. B. nach absolvierten Schülerbetriebspraktika, Berufsmessen und Betriebsbesichtigungen, um daraus Erkenntnisse und Schlussfolgerungen für die weitere Arbeit zu ziehen. Eine systematische Auswertung erfolgt in der Regel im Unterricht des Faches Arbeit – Wirtschaft – Technik und/oder Sozialkunde, den Methoden-/Klassenleiterstunden oder im Rahmen einer Lernzeit. Als Instrumente werden Evaluationsbögen sowie die Analyse aus den Beurteilungsbögen der Betriebe aus Schülerbetriebspraktika eingesetzt.

Im laufenden Schuljahr sollen Lehrerinnen und Lehrer, Eltern und Schülerinnen und Schüler über ihre grundsätzlichen Erfahrungen zur Beruflichen Orientierung an unserer Schule jährlich über einen Online-Fragebogen befragt werden. Darin sind neben standardisierten auch offene Fragen enthalten, die die Möglichkeit für Kritik, Anregungen und Ideen geben.

Die Klassenleiterinnen und Klassenleiter der Vorabschluss- und Abschlussklassen befragen ihre Schülerinnen und Schüler regelmäßig und führen eine Liste über den beruflichen Abschluss und Verbleib der Schulabgängerinnen und Schulabgänger nach Klasse 9 und 10. Dafür stehen digitale Listen im digitalen Lehrerzimmer auf itslearning bereit, wobei das „Digitale Lehrerzimmer“ nicht nur im Rahmen der BO in unserem Schulteam etabliert werden soll.

Phasen unserer Beruflichen Orientierung (BO) und deren Zielsetzungen

„Einstimmen“ in den Klassen 5 und 6

Gemäß der einschlägigen Verwaltungsvorschrift beginnt die berufliche Frühorientierung in der Jahrgangsstufe 5 mit der Phase des Einstimmens auf BO. Sie hat das Ziel, den Schülerinnen und Schülern begreiflich zu machen, dass Beruf und Arbeit einen wegweisenden Teil des Lebens ausmachen und sie für die Auseinandersetzung mit den Herausforderungen der Berufswahl zu motivieren.

Kompetenzen und Zielstellungen:

–        Die Schülerinnen und Schüler erfahren durch eigene Erfolge bzw. Misserfolge ihre fachlichen Fähigkeiten einzuschätzen und entwickeln optimalerweise den Ehrgeiz, ihr Kompetenzniveau in Vorbereitung auf zukünftige Herausforderungen zu verbessern.

–        Identitätsfördernden Charakter von Beruf und Arbeit begreiflich machen („Du bist, was du tust.“)

–        Erste Auseinandersetzung mit eigenen Fähigkeiten und Interessen sowie Stärken und Entwicklungspotenzialen

–        Erste Auseinandersetzung mit Berufen aus dem familiären Umfeld

–        Bekanntmachung mit ersten Anforderungen im Berufsleben

–        Erste Einblicke in die reale Arbeitswelt durch Betriebsbesichtigungen und Betriebserkundungen

–        Weiterentwicklung sozialer Kompetenzen (Kommunikations- und Teamfähigkeit)

Maßnahmen:

–        Durchführen von Wettbewerben in Deutsch, Mathematik und Englisch (Vorlese-/Buchstabierwettbewerb, Känguru, The Big Challenge etc.)

–        Projekttage

–        Unterrichtsgänge und Exkursionen bei Betrieben der Region

–        Kennenlernen von Berufsbildern in verschiedenen Fächern (z. B. in Biologie, Informatik, Werken)

„Erkunden“ in Klasse 7

In der Klassenstufe 7 geht es darum, die Schülerinnen und Schüler weiter an das Thema der Berufsorientierung heranzuführen. Basierend auf eigenen Fähigkeiten, Interessen und Neigungen erkennen Sie nachhaltig ihre eigenen Stärken und Entwicklungspotenziale. Sie lernen zu ermitteln, für welche Berufsbilder sie geeignet sein könnten und setzen sich Ziele für die eigene Entwicklung und das eigene Fortkommen. Dabei berücksichtigen sie Rollenstereotype sowie geschlechtsspezifisches Berufswahlverfahren und lernen, beide kritisch und selbstbewusst zu hinterfragen.

Kompetenzen und Zielstellungen

–        Anknüpfen an die Schwerpunkte aus den Jahrgangsstufen 5 und 6

–        Erkennen eigener Fähigkeiten, Interessen und Neigungen

–        Nachhaltiges Einschätzen eigener Stärken und Entwicklungspotenziale

–        Ableiten von möglichen Berufswünschen

–        Kritische Auseinandersetzung mit Rollenstereotype und geschlechtsspezifischem Berufswahlverfahren

–        Entwicklung von Zukunftsvorstellungen (Berufswünsche)

Maßnahmen

–        Beispielhaftes Kennenlernen von Berufsbildern

Berufe in der Stadt und Region, Berufe in der Familie

über Wunschberufe sprechen und den Anforderungen analysieren

–        Potenzialanalyse basierend auf „der Mission ICH“ des Zentrums für Lehrerbildung und Bildungsforschung der Universität Rostock mit dem Paket „Mein Heimatplanet“

Erkennen eigener Stärken und Entwicklungspotenzialen an Methodentagen zu Beginn des Schuljahres und im Sozialkundeunterricht

Auswertung mit Schülerinnen und Schülern und Eltern, ausführliche Gespräche

– Lebensplanung, Recherchieren in Praktikumsbörsen, Präsentationen über besichtigte Betriebe, Berufsbilder der Eltern und Verwandten, Betriebe finden und Informationen beschaffen

–        Freiwillige Teilnahme Girls‘ Day Mecklenburg-Vorpommern

–        Freiwillige Teilnahme Boys‘ Day Mecklenburg-Vorpommern

–        Einführung Portfolioinstrument (Berufswahlpass)

Einführung des Berufswahlpasses durch die AWT-Lehrerinnen und -lehrer, Umgang mit dem Berufswahlpass und Vorstellung in den Elternversammlungen

Hinweis: nach Abschluss einer bundesländerübergreifenden Pilotphase und Freigabe durch das Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung M-V wird angestrebt, die Printversion durch die digitale Version auszutauschen

–        BOM Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit – Modul C: Betriebscasting – wähle deine Zukunft

Betriebsbesichtigungen, Kennenlernen kleiner und mittelständiger Unternehmen der Region

–        Berufsinterview mit den Eltern (Berufsbilder der Eltern und Verwandten / Bekannten) kennenlernen

–        Jährlicher Berufetag an der Regionalen Schule Mitte „Fritz Reuter“

Das BO-Team lädt ausgewählte Unternehmen in die Schule ein, die gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern Berufsorientierungs-Workshops durchführen und ihre Ausbildungsmöglichkeiten präsentieren. Die Schülerinnen und Schüler können vorab mit Hilfe eines Einwahlbogens Zuteilungswünsche äußern.

„Entscheiden“ in Klasse 8

Die Jahrgangsstufe 8 dient dem Erkunden und Ausprobieren verschiedener Berufs- und Fortbildungsfehler. Das Ziel ist eine begründete Berufs- oder Schulwahl im Anschluss an die Abschlüsse der Regionalen Schule. Soweit möglich sollen Entscheidungen auf den Prüfstand gestellt werden und ggf. Alternativen, ein sogenannter Plan B, entwickelt werden.

Kompetenzen und Zielstellungen

–        Anknüpfen an die Schwerpunkte aus Klasse 7

–        Zunehmend lernen, eigene Fähigkeiten und Fertigkeiten einschätzen und dabei die Interessen und Neigungen zu berücksichtigen

–        Arbeit an einer Selbstreflexion hinsichtlich Stärken und Entwicklungspotenzialen; Erkennen von Interessen

–        Erste konkrete Einblicke in die Arbeits- und Ausbildungsbedingungen

–        Kennenlernen und Nutzung von Informations- und Beratungsangeboten

–        Kennenlernen von Berufsfeldern und Berufsbildern

–        Aktives Suchen und Finden von Praktikumsangeboten, die zu den eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten passen

–        Praxisorientierte Auseinandersetzung mit der Arbeitswelt

–        Entwicklung eigener Berufsvorstellungen

–        Erwerb personaler (Selbstständigkeit) und sozialer (Teamfähigkeit) Kompetenzen

Maßnahmen

–        Betriebspraktikum

Auswertung erfolgt im Betrieb mit der Betreuerin/ dem Betreuer, Anfertigung von Praktikumsunterlagen zur Vorlage in der Schule;

Kompetenzrückmeldebogen des Instituts für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern wird durch Betrieb ausgefüllt und dem Praktikumskoordinator zugeleitet und im digitalen Lehrerzimmer abgelegt

–        Workshops zum Kennenlernen von Berufsfeldern

–        Betriebserkundungen in Betrieben der Region

–        Vorstellen neuer Berufe und Berufsfelder aus der Region

–        Freiwillige Teilnahme am Girls‘ Day M-V

–        Freiwillige Teilnahme am Boys‘ Day M-V

–        Besuch des Berufsinformationszentrum der Bundesagentur für Arbeit

–        Portfolioinstrument (Berufswahlpass)

Weiterführen des Hefters (perspektivisch: der App), Aktualisierung

–        Azubiyo, Mein erster Tag, PlanetBeruf, Schule>>Beruf

–        Berufe aktuell

Einführung und Umgang mit dem Nachschlagewerk, Kennenlernen aller Berufsfelder und ausgewählter Ausbildungsberufe

–        Potenzialanalyse basierend auf den Angeboten der Mission ICH des Zentrums für Lehrerbildung und Bildungsforschung der Universität Rostock (Meine Galaxie der Berufe)

Erkennen eigener Stärken und Entwicklungspotenziale an Methodentagen und im Sozialkundeunterricht;

Auswertung mit Schülerinnen und Schülern und Eltern in ausführlichen Gesprächen durch die Klassenleitung

–        Jährlicher Berufetag an der Regionalen Schule Mitte „Fritz Reuter“

Das BO-Team lädt ausgewählte Unternehmen in die Schule ein, die gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern Berufsorientierungs-Workshops durchführen und ihre Ausbildungsmöglichkeiten präsentieren. Die Schülerinnen und Schüler können vorab mit Hilfe eines Einwahlbogens Zuteilungswünsche äußern.

„Erreichen“ in Klasse 9 und 10
Entscheidung und Realisierungsphase

Jetzt tritt die Berufswahlvorbereitung in die entscheidende Phase. Es erfolgt die gezielte Entwicklung des Berufswahlprozesses mit dem Ziel der Vorbereitung auf betriebliche oder schulische Bewerbungs- und Auswahlprozesse. Schülerinnen und Schüler werden durch die Lehrerinnen und Lehrer und weitere an der Berufswahlvorbereitung Beteiligte begleitet. Berufsfelder werden detailliert unter die Lupe genommen und die eigenen Fähigkeiten mit den Anforderungen des gewünschten Berufs abgeglichen. Dabei helfen die konkreten Maßnahmen der beruflichen Orientierung der Vorabgangs- und Abgangsklassen.

Kompetenzen und Zielstellungen

–        Anknüpfen an die Schwerpunkte aus der Jahrgangsstufe 8

–        Eigene Fähigkeiten und Stärken einschätzen und in Beziehung zu beruflichen Anforderungen setzen

–        Kennenlernen und Trainieren von berufs- und bewerbungsbezogenen Kompetenzen

–        Personale Kompetenzen: Selbstständigkeit, planvolles Handeln und Arbeiten, Kritikfähigkeit

–        Soziale Kompetenzen: Kommunikations- und Teamfähigkeit

–        Praxisorientierte Auseinandersetzung mit der Arbeitswelt

–        Strukturen und Grundlagen des beruflichen Alltags kennenlernen

–        Zugang zu Ausbildung und Beruf sowie relevanten Informationen kennenlernen

–        Finden eines passenden und gewünschten Ausbildungsplatzes

–        Kennenlernen beruflicher Alternativen

–        Konkretisierung der Berufsvorstellungen und bewusste Vorbereitung von Entscheidungen, ggf. Alternativen und Überbrückungsmöglichkeiten erwägen

–        Planung und Erstellung von Bewerbungen und Einüben bestimmter Verhaltensweisen für Bewerbungssituationen und Assessment Center

–        Zutrauen in das eigene Handeln gewinnen

–        Bewerbungssituationen und Assessment Center meistern

Maßnahmen

–        Betriebspraktika

Zwei Wochen in Klasse 9 und eine Woche in Klasse 10;

Auswertung erfolgt im Betrieb mit der Betreuerin/ dem Betreuer, Anfertigung von Praktikumsunterlagen zur Vorlage in der Schule;

Kompetenzrückmeldebogen des Instituts für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern wird durch Betrieb ausgefüllt und dem Praktikumskoordinator zugeleitet und im digitalen Lehrerzimmer abgelegt

–        Praxislerntag Klasse 9

–        Evaluation Praktika im AWT-Unterricht

–        Bewerbungstrainings mit verschiedenen Anbietern (BARMER, AOK, Handwerkskammer, …)

Simulierte Bewerbungsgespräche, Eignungstests, …

–        Erarbeitung der Bewerbungsunterlagen in Klasse 9

2. Schulhalbjahr – in Kooperation von Deutsch, Informatik und Arbeit-Wirtschaft-Technik erarbeiten und bewerten von Bewerbungsunterlagen am PC

–        Freiwillige Teilnahme am Girl’s Day M-V

–        Freiwillige Teilnahme am Boy’s Day M-V

–        Unterrichtsbesuch der vocatium-Berufsmesse im Jahnsportforum Neubrandenburg in Klasse 9 und 10

–        Freiwilliger Besuch verschiedener aktueller berufsorientierender Veranstaltungen der IHK, Handwerkskammer, Karriere-Welten Neubrandenburg im Jahnsportforum

–        Betriebserkundung in Betrieben der Region

–        Erstellen und Aktualisieren der Schulwebseite mit Informationen der Beruflichen Orientierung (Termine, Links, Informationen, …)

–        Weiterführung des Berufswahlhefters

–        Fachübergreifende Aspekte, bspw. im AWT-Unterricht das Einbeziehen von berufsvorbereitenden Aspekten in den laufenden Unterrichtsstoff; Vorstellen von Berufsfeldern und Berufen, die themenbezogen sind

im Deutschunterricht das Bewerbungstraining integrieren

–        Nutzung des Berufsinformationszentrums der Bundesagentur für Arbeit im Ponyweg, Neubrandenburg

–        Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit in der Schule anbieten und den Eltern Handreichungen zur Berufsorientierung in den Räumlichkeiten der Bundesagentur für Arbeit Neubrandenburg geben

–        Nutzen der Gesprächsangebote der Berufsberaterin/ dem Berufsberater von der Bundesagentur für Arbeit an Elternabenden

–        Vorstellen verschiedener Berufe und der Ausbildung im Rahmen des AWT-Unterrichts in der Schule

–        Kooperation berufsbildenden Schulen

Informationen an Schülerinnen und Schüler und Eltern über Ausbildung und Fachgymnasien

–        Berufswahlhefter

Aktualisierung und Nutzung für Bewerbung

–        Fächerübergreifende Aspekte, bspw. AWT – Anforderungsprofile von verschiedenen Berufen, Interviews, Recherche, eingeladene Gäste berichten über eigene Berufserfahrungen; Informatik – Umgang mit dem Internet, Nutzung von Programmpaketen und Multimediaprogrammen sowie Trainieren von Online-Bewerbungen

–        Ausbildungsvertrag, Rechte und Pflichten in der Berufsausbildung

–        Wahlpflichtunterricht

–        Jährlicher Berufetag an der Regionalen Schule Mitte „Fritz Reuter“

Das BO-Team lädt ausgewählte Unternehmen in die Schule ein, die gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern Berufsorientierungs-Workshops durchführen und ihre Ausbildungsmöglichkeiten präsentieren. Die Schülerinnen und Schüler können vorab mit Hilfe eines Einwahlbogens Zuteilungswünsche äußern.

Produktives Lernen

Das Produktive Lernen ist seit dem Schuljahr 2008/2009 ein wichtiger Bestandteil unserer Schule. Die Vermittlung von Allgemeinwissen, verbunden mit einer individuellen Berufsorientierung machen diese Lernform zu etwas Besonderem.

Ziel der Einführung war die Senkung der Schulabbrecherquote und die Verringerung der Schüleranzahl, die ohne Abschluss die Schule verlassen.

Das Produktive Lernen ermöglicht den Schülerinnen und Schülern einen neuen Zugang zur Bildung auf der Grundlage von Tätigkeitserfahrungen an selbst gewählten Praxisorten. Der Lernprozess zielt darauf ab, die Praxiserfahrungen zu verstehen, konkrete Aufgabenstellungen abzuleiten und den Berufsfindungsprozess zu fördern. Gleichzeitig ist die Reflexion der produktiven Tätigkeitserfahrungen für die Jugendlichen von großer Bedeutung. Dabei steht die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit und die Bewertung der fachlichen Ergebnisse im Mittelpunkt. Das Produktive Lernen ermöglicht Schülerinnen und Schülern somit eine individualisierte Berufsorientierung in den Klassenstufen 8 und 9.

Die Schülerinnen und Schüler müssen, um in das Produktive Lernen wechseln zu können, die siebte Klasse absolviert haben und mindestens 14 bis 16 Jahre alt sein. Das Produktive Lernen schließt in Mecklenburg-Vorpommern mit der Berufsreife ab. Grundlage des Produktiven Lernens ist eine gänzliche Reorganisation des Schulablaufs der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

In einer sechswöchigen Orientierungsphase beschäftigen sich die Jugendlichen mit den Bildungsinhalten, lernen ihre individuellen Stärken und Potenziale kennen und erfahren, ob sie den Anforderungen, die im Produktiven Lernen an sie gestellt werden, gerecht werden können. Nach erfolgreichem Durchlaufen der Orientierungsphase werden die Jugendlichen in das Produktive Lernen aufgenommen.

Das Schuljahr gliedert sich in Trimester. Am Ende eines Trimesters präsentieren die Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse vor dem Team und müssen eine Trimestermappe mit individuellen, auf den Praktikumsplatz zugeschnittenen Aufgaben, realisieren.

An drei Tagen der Woche arbeiten die Schülerinnen und Schüler in von ihnen selbst gewählten Praxisplätzen in Betrieben und Einrichtungen, wobei jeder Praktikantin/ jedem Praktikanten während der Praxiszeit eine betriebliche Mentorin/ ein betrieblicher Mentor zur Seite steht.

An den verbleibenden zwei Werktagen lernen sie an ihrem Schulstandort in der Rasgrader Straße 4. Hierbei wird das notwendige Allgemeinwissen in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch, Kommunikation, Sport, Kunst und weiteren Lernbereichen vermittelt.

Flex-Stunden in Verbindung mit Beruflicher Orientierung nutzen

Auf Grundlage der neuen Stundentafel werden auch an unserer Schule Flexstunden für die Berufliche Orientierung genutzt. In diesen Stunden sollen die Fachlehrerinnen und Fachlehrer vertiefende Unterrichtsinhalte mit Themen der Beruflichen Orientierung verbinden. Die Gestaltung erfolgt in eigener pädagogischer Verantwortung unter Rücksprache mit dem BO-Team. Auch Elemente der Potenzialanalyse „Mission ich“ der Universität Rostock können hier integriert werden. Dafür stehen allen Kolleginnen und Kollegen die Aufgabenauswahl sowie Umsetzungshinweise im gelben Mission-Ich-Ordner zur Verfügung.

Maßnahmen

–        Mein Traumberuf

Anfertigen einer Collage

Inhalt:

§  Warum ist das mein Traumberuf?

§  Welche Anforderungen werden an diesen Beruf gestellt?

§  Welche Aufgaben hat dieser Beruf?

§  Wie kann man sich in diesem Beruf weiterbilden?

–        Berufe der Eltern

Halten eines Kurzvortrags/Nutzung von Präsentationsmedien

Inhalt:

§  Welche Berufe üben meine Eltern aus?

§  Welche Voraussetzungen mussten die Eltern für diesen Beruf mitbringen?

§  Wie erfolgte die Ausbildung?

§  Wo erfolgte die Ausbildung?

§  Was wird in diesem Beruf gemacht?

§  Wo wird dieser Beruf ausgeübt?

–        Nutzung regionaler Partner

Vorstellung von Tätigkeitsbereichen und möglichen Ausbildungen

–        Lesen und Verstehen von Lehrstellenangeboten

in Tageszeitungen, Anzeigenblättern und Online-Bewerbungsplattformen

(z. B. über Voraussetzungen der Bewerberinnen und Bewerber, Dauer der Ausbildung, was erwartet der Betrieb vom Azubi?…)

–        Nutzung von Angeboten einer Betriebsbesichtigung

–        Mission Ich Potenzialanalyse als integraler Bestandteil des Flexstunden-Unterrichts

Praxislerntag in Klasse 9

Der  neue  Praxislerntag  in  Mecklenburg-Vorpommern  wird  ab  dem  Schuljahr 2025/2026 an unserer Schule für die 9. Klasse eingeführt und bietet den Schülerinnen und  Schülern  die  Möglichkeit,  wertvolle  praktische  Erfahrungen  in  einem  realen Arbeitsumfeld zu sammeln. Ziel ist es, die berufliche Orientierung zu fördern und den Übergang von der Schule in die Arbeitswelt zu erleichtern. Die Schülerinnen und Schüler  der  9.  Klassenhaben  die  Aufgabe,  sich  ab  Juni  des  vorhergehenden Schuljahres eigenständig ein Unternehmen zu suchen, in dem sie ihren Praxislerntag absolvieren möchten. Eine erste Einführung und entsprechenden Handlungsleitfaden haben die Schülerinnen und Schüler im Rahmen des AWT/BO-Unterrichts bereits erläutert und ausgehändigt bekommen. Unterstützung bei der Suche erhalten sie im Vorfeld durch den Fachlehrer AWT/BO, den Koordinator für Berufliche Orientierung, den  Schulsozialarbeiter  sowie  durch  die  unterstützende  pädagogische  Fachkraft (upF).

Die  praxisorientierten  Lernaufgaben  werden  vom  BO-Team  erarbeitet,  wobei  die Fachlehrkräfte  für AWT/BO  eine  zentrale  Rolle  einnehmen.  Diese Aufgaben  sind innerhalb eines Zeitraums von acht Wochen im Unternehmen zu bearbeiten. Der Einstieg in den Praxislerntag erfolgt jedoch erst in der zweiten Schulwoche nach den Ferien bzw. Halbjahresferien, nachdem die Schülerinnen und Schüler in der jeweils ersten Schulwoche eine detailliertere Einweisung durch den Koordinator für Berufliche Orientierung, Herrn Grund, erhalten haben. Im ersten Halbjahr nimmt die Klasse 9a am Praktikum teil, während die Klasse 9b den Praxislerntag absolviert; im zweiten Halbjahr wechseln die Klassen ihre Rollen.

Die im Betrieb erarbeiteten Pflichtaufgaben werden im Anschluss an die acht Wochen im  Rahmen  von  AWT/BO  sowie  in  anderen  affinen  Fächern,  die  Anteil  an  den praxisorientierten  Aufgaben haben,   fächerübergreifend   präsentiert.   Diese Präsentationen fördern nicht nur die Vertiefung deserlernten Wissens, sondern auch die Kommunikations-und Präsentationsfähigkeiten der Schülerinnen und Schüler. Die Koordination der Praktikumsverträge liegt in den Händen von Herrn Grund, der als Koordinator  für  Berufliche  Orientierung  fungiert.  Die  inhaltliche Ausgestaltung  der Aufgaben erfolgt durch die Fachkonferenz AWT in enger Zusammenarbeit mit dem gesamten BO-Team.

Während des Praxislerntags werden die Schülerinnen und Schüler alle zwei Monate, bei Bedarf auch öfter, im Unternehmen besucht. Diese Besuche werden entweder von Fachlehrern  AWT/BO,  Klassenlehrern  oder  der  upF  durchgeführt.  Dabei  werden Reflexionsgespräche  geführt,  die  mithilfe  eines  Reflexionsbogens  dokumentiert werden. Diese Dokumentation fließt in die Gesamtnoten des Praxislerntags ein und bietet sowohl den Schülerinnen und Schülern als auch den Lehrkräften eine wertvolle Rückmeldung über den Lernfortschritt und die gemachten Erfahrungen.

Für Fragen der Unternehmen oder Eltern steht Herrn Grunds E-Mail-Adresse sowie eine Telefonnummer zur Verfügung, um einen reibungslosen Informationsfluss und eine zeitnahe Klärung eventueller Anliegen zu gewährleisten. Der Praxislerntag stellt somit  eine  wertvolle  Ergänzung  zum  schulischen  Curriculum  dar  und  bietet  den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, ihre beruflichen Interessen zu erkunden, praktische  Fähigkeiten  zu  erwerben  und  wichtige  Einblicke  in  die Arbeitswelt  zu gewinnen.

Diese Erfahrungen tragen maßgeblich zur Persönlichkeitsentwicklung bei und unterstützen die Jugendlichen dabei, fundierte Entscheidungen für ihre berufliche Zukunft zu treffen.

Berufliche Orientierung als Aufgabe des gesamten Kollegiums

Unterrichtsfach Themen
Biologie Umgang mit Stress (in Prüfungssituation), Gesunderhaltung des Körpers,

Herz-Kreislauf-System

Chemie Arbeitsschutz beim Umgang mit Chemikalien, Arbeit mit Nachschlagewerken und

Datenspeichern, Stoffvorstellung in Steckbriefform

Deutsch Arbeitsvorgänge beschreiben und Berufe vorstellen, Erstellen von Bewerbungsunterlagen

(Lebenslauf und Anschreiben), Vorstellungsgespräche, Praktikumsbericht schreiben

Englisch Lexik der Berufswelt, Berufsprofile, Stellenangebote, Bewerbung, Lebenslauf,

Gesprächsführung

Wie man einen Termin für ein Bewerbungsgespräch auf englisch bestätigt,

Vorbereitung auf ein Bewerbungsgespräch auf englisch, Wendungen für ein Bewerbungs-

gespräch auf englisch

Französisch Siehe Englisch
Geografie Kl. 10: Wirtschaftsräumliche Strukturen Europas (Verdichtungsräume, Wirtschaftssektoren,

Tourismus als Wirtschaftssektor)

Geschichte Industrielle Revolution und Industrialisierung Deutschlands, Bismarcks Sozialpolitik,

Entstehung von Gewerkschaften

Informatik und

Medienbildung

Bewerbungsunterlagen, Lebenslauf und Nachweisbogen für Praktika mit Excel und Word

erstellen

Kunst Vorbereitung auf das Erstellen von Collagen zu den Themen „Werbung“, „Betriebspraktikum“,

„mein Traumberuf“

Mathematik Ab Kl. 7: Prozentrechnung, Lohnabrechnung verstehen

Berufsorientierung in der Mathematik (handwerkliche Rechnungen)

Musik Kl. 5 bis 6: Theaterberufe

Ab Kl. 7: Aufbau, Entwicklung und Umgang mit Stimme

Physik Physik im Beruf: Bezogen auf bestimmte Berufe, Wirkung von Kräften
Sozialkunde Sozialstaat Bundesrepublik Deutschland
Sport Gesunderhaltung des Körpers, um den Anforderungen des Arbeitsalltags gerecht zu werden
Astronomie Wird nachgereicht